»Willst du den Wind sehen, schau auf den Sand!« (Bonnie Bainbridge Cohen)
»Ein Blick, eine Geste, ein Wort können eine Welt zum Leben erwecken.« (Erving Goffman)

Warum körperliche Bewusstheit?

Durch unseren Körper sind wir in der Welt, erfahren sie und handeln in ihr. In ihm zeigt sich das, was Menschen überhaupt voneinander wahrnehmen können, und mit ihm reagieren sie aufeinander. Was wir körperlich tun, wirkt auf unserer Befinden und unser Bild von uns selbst, und genauso umgekehrt, prägen sie das, was wir tun. Diese Zusammenhänge bilden die Voraussetzung meiner Arbeit.

Wie wir tun, was wir tun, ist von Klein auf gelernt und hat sich aufgrund wiederholter Erfahrungen in Mustern (Gewohnheiten) etabliert: Die Art, wie wir stehen und gehen; welche Gefühle wir oft haben und leicht zeigen können, und welche nicht, und wie sie sich in unserer Haltung, unserem Gesicht und unserer Stimme ausdrücken; in welchen Situationen wir in Stress geraten und wie wir damit umgehen; wie wir anderen Menschen begegnen und welche Rolle wir in Gruppen einnehmen; usw.

Manchmal sind wir durch diese Muster eingeschränkt, wir schaffen uns immer wieder denselben Kontext. Wir handeln immer wieder auf dieselbe Weise, geraten wiederholt in dieselben Situationen und können uns noch nicht einmal vorstellen, dass es überhaupt anders sein könnte. Mitunter ahnen wir zwar, dass es einen anderen Weg geben muss, haben aber keine Ahnung, wohin er führt oder wie er zu beschreiten sei.

Mit anderen Worten, wir haben keine Vorstellung davon, dass wir durch Lernen etwas Neues (in uns) entdecken können. Wenn es uns aber gelingt, etwas Neues zu erfahren und auf andere Weise zu handeln, wird uns bewusst, dass es anders gehen kann und wir bekommen mehr Möglichkeiten und dadurch einen größeren Spielraum. Wir sind dann in der Lage, uns selbst mit unseren (neuen) Fähigkeiten zu sehen und auf Menschen und Situationen vielfältig zu reagieren.

An dieser Stelle setzt die Arbeit in meinem Unterricht an.